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Wege nach Ravensbrück
Erinnerungen von österreichischen Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers
[Wanderausstellung]
www.wegenachravensbrueck.net

 
  Der Universitätscampus der Universität Wien war im November 1999 die erste Station der Wanderausstellung WEGE NACH RAVENSBRÜCK.

Seitdem war die Ausstellung in mehr als 20 österreichischen Städten zu sehen und wurde schätzungsweise von 5000 Personen -v.a. von SchülerInnen - besucht. Aufgrund des Wunsches der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück (ÖLR) und der Ausstellungsgestalterinnen als Wanderausstellung konzipiert, war das Ziel, in ganz Österreich das Thema nationalsozialistische Verfolgung und weibliche Opfer und Überlebende der Bevölkerung, v.a. der Jugend, näher zu bringen.
Die Idee der Lagergemeinschaft für eine Ausstellung wurde von einer Gruppe junger Frauen realisiert, um österreichische Vergangenheit und Gegenwart anhand individueller Biografien zu vermitteln. Basis der Darstellung sind die im Rahmen der wissenschaftliche Studie „Lebenserinnerungen. Eine Dokumentation über die inhaftierten Österreicherinnen im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück” von Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr geführten Interviews sowie das filmische Material des Videoarchivprojektes.

Elf Frauenleben werden in WEGE NACH RAVENSBRÜCK dargestellt. Diese elf Frauen wurden von den NationalsozialistInnen aus verschiedenen Gründen verfolgt und gequält, zwei von ihnen überlebten den Vernichtungsapparat nicht. An deren Leben und Sterben erinnern die Überlebenden in ihren Erzählungen.

 
Die Ausstellung zeigt das Leben von neun überlebenden Frauen:
einer Romni, einer Kärntner Slowenin, einer Frau aus dem Leobener Widerstand, einer Sintezza, einer Zeugin Jehovas, einer Wiener Kommunistin, einer Frau jüdischer Herkunft,einer Lesbe sowieeiner Frau, die aufgrund ihrer Liebesbeziehung zu einem polnischen Zwangsarbeiter nach Ravensbrück verschleppt wurde.

Anhand von persönlichen Dokumenten und Fotos, aber auch durch Audio- und Videosequenzen, in denen diese Frauen ihre Geschichte selbst erzählen, werden ihre Lebensgeschichten nachgezeichnet und so jener Teil österreichischer Frauengeschichte hervorgehoben, der meist vergessen wurde.

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück ist die unauslöschliche Gemeinsamkeit in den Lebensgeschichten dieser Frauen, die für sie alle Teil des Weiterlebens und der schmerzlichen Erinnerungen ist.

WEGE NACH RAVENSBRÜCK schenkt dem Leben der Frauen bis zu ihrer Verhaftung wie auch ihrem Weiterleben nach 1945 ebensoviel Aufmerksamkeit wie ihren erlittenen Qualen in Ravensbrück. Ihre verschiedenen Wege nach Ravensbrück beginnen mit der Kindheit, zeigen ihre Jugend sowie die Verfolgung durch die NationalsozialistInnen.

Die Wege der neun Frauen führten sie nach ihrer KZ-Haft in ein Österreich zurück, das mit Verdrängung und Verleugnung den idealen Boden für die Kontinuität von Diskriminierungen schuf. Denn die österreichische Nachkriegsgesellschaft, die sich kollektiv als Opfer des nationalsozialistischen Deutschlands betrachtete, hatte keinen Platz für die wahren Opfer, sofern sie nicht dem Mythos Österreichs als „erstes Opfer” dienlich waren. Der politische Widerstand der Kärntner SlowenInnen, KommunistInnen und SozialistInnen wurde noch als Beweis für das „andere Österreich” mit Blick auf den Staatsvertrag in das öffentliche Mahnen und Gedenken aufgenommen. Andere Opfergruppen blieben ungenannt und sie müssen bis heute erleben wie jene Weltanschauungen weiter existieren, die schon in die nationalsozialistische Ideologie integriert waren und aufgrund derer unzählige Menschen verfolgt und ermordet wurden: Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und Homophobie.

Am Beispiel der neun österreichischen Frauenbiografien dokumentiert WEGE NACH RAVENSBRÜCK alltägliche und strukturelle diskriminierende Kontinuitäten aus dem Blickwinkel der einzelnen Lebensumstände.
Mitte 2003 endete die reale Wanderung der Ausstellung WEGE NACH RAVENSBRÜCK. Virtuell kann man sie weiterhin auf der homepage www.wegenachravensbrueck.net besuchen.
 
Inhaltliches Konzept und Gestaltung: Katrin Auer, Daniela Gahleitner, Sylvia Köchl, Corinna Oesch, Christa Putz und Michaela Schaurecker.
Design und Layout: Sylvie Proidl, Lukas Drechsel-Burkhard.
Videoschnitt: Tina Leisch
Technische Umsetzung der Hörstationen: Stefan Geissler, Dieter Kovacic.
Museums-pädagogische Beratung: Roswitha Muttenthaler.


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