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Gedenkstätte Ravensbrück
www.ravensbrueck.de
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Das
Konzentrationslager Ravensbrück
Rund tausend Österreicherinnen wurden während
des Nationalsozialismus in das Frauenkonzentrationslager
Ravensbrück, ca. 8o km nördlich von Berlin
gelegen, verschleppt. Wenige Monate vor Kriegsbeginn
wurde vom NS-Regime die Voraussetzung für eine
systematische und ausbaufähige Inhaftierung
von weiblichen Angehörigen politisch verfolgter
Gruppen und unerwünschter Minderheiten geschaffen,
neben Auschwitz Birkenau war es das zentrale und
größte Frauenlager des KZ-Systems.
Im Laufe seiner sechsjährigen Existenz von
Mai 1939 bis Ende April 1945 wurden dorthin etwa
132.000 weibliche Häftlinge aller Nationen
verschleppt. Zudem entwickelte sich das KZ Ravensbrück
im Laufe der Zeit zu einem regelrechten Lagerkomplex
mit zahlreichen Außenstellen und Nebenlagern.
Zur Ausbeutung der Arbeitskraft der Frauen diente
die Ansiedlung von Rüstungs- und Industriebetrieben
wie der SS-eigenen Textilbetrieben Texled und Fertigungshallen
des Elektronikomplexes Siemens & Halske.
In vielfacher Weise mit dem Frauenlager verbunden
war auch das seit Juni 1942 in 1,5 km Entfernung
bestehende „Jugendschutzlager“ Uckermark
für weibliche Minderjährige, das ab 1945
als Vernichtungslager für selektierte Häftlinge
vom Hauptlager diente. (Nach Bernhard Strebel)
Ravensbrück erlangte unter anderem als Ort
pseudomedizinischer Experimente und der Rekrutierung
zur Zwangsprostitution traurige Berühmtheit.
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